wenn einmal alles anders ist – über die Sache mit der Mama-Geduld…

Manchmal, wenn einmal alles anders ist …. die Routine, der Alltag und die gewohnte Umgebung fehlen, die Rituale durcheinander kommen, kostet es viel Kraft, geduldig zu bleiben.

Heute und in den letzten drei Tagen ging es mir jedenfalls so. Und ich habe es ehrlich gesagt nicht immer geschafft, das mit der Geduld…

wenn einmal alles anders ist - unterwegs mit Kindern - Routine

Wir sind nun seit Montag unterwegs, eigentlich nichts Großes, von Niedersachsen nach Nordrhein Westfalen, von der Aller an den Rhein. Die Fahrt an sich war kein Problem – außer, dass Princess plötzlich meinte, sie müßte jetzt mal ganz dringend spucken. Wir haben angehalten, sie hat ein bißchen gehüstelt und dann sagt sie lächelnd: „Ups, Mama, da ist ja gar nichts“ Der Montag Abend war auch noch ok, denn da haben wir den Patenonkel besucht und waren recht spät erst wieder zuhause. Beide Kinder waren platt und das Einschlafen hat, nachdem die Schlafsituation (wer mit wem…) geklärt war, gut geklappt.

Wenn einmal alles anders ist …

ABER, dann kam der Dienstag, der Mittwoch und der Donnerstag, ich war mit beiden Kindern alleine, Daddy Cool mußte arbeiten und kam erst spät zurück. Wir sind im Zuhause weg von zuhause. Alles ist kleiner. Beide Kinder müssen zusammen in einem großen Bett schlafen. Keine Zimmertür, die ich schließen kann. Und da wurde das zu-Bett-Gehen zum Problem.

wenn einmal alles anders ist - unterwegs mit Kindern - in den Ferien

Tagsüber war alles ok – naja bis auf ein paar „ich will jetzt sofort einen Lolli“ oder „Manno, ich hab‘ jetzt aber die Nase voll von dem in der Stadt Herumlaufen“-Attacken. Das Schlangestehen an der Kasse im Aquazoo hat geklappt und auch das Kaffeetrinken mit meiner alten Kollegin geriet nicht zum Desaster.

Aber die Abende und das Schlafengehen waren eine Katastrophe – manches Mal habe ich mich  hilflos gefühlt. Ich habe alle Rituale genauso beibehalten wie zuhause: Abendessen, im Bad fertig machen, Sandmännchen gucken, Gute Nach Geschichte, zusammen beten, knuddeln…. War es, dass die Routine und die gewohnte Umgebung fehlte oder war es, dass beide zu aufgedreht von den Erlebnissen des Tages waren, dass sie keine Ruhe fanden – ich weiß es nicht. Jedenfalls drehten beide nach dem Beten und ruhig Werden wieder voll auf. Es gab Streitereien, der eine zieht der anderen die Decke weg, die eine tritt den anderen, hier ein Wort, da ein Kommentar und schon endet es im Geschrei und Streit. Eine Katastrophe.

wenn einmal alles anders ist - Geschwister - Schlafen

Nachdem ich dieses Erlebnis zwei Tage lang hatte und mich immer wieder gefragt habe: „Wieso kriegen die es einfach nicht hin, ruhig werden, sich leise noch etwas zu erzählen, zusammen zu kuscheln und dann einzuschlafen?“, habe ich beschlossen, es anders zu machen.

Am nächsten Abend habe ich mich zwischen die beiden gelegt. Ich dachte mir, so werden sie sicher ruhig und Streit kann es ja so nicht mehr geben, ich bin ja dazwischen.

Aber! D E N K S T E!

Wenn einmal alles anders ist ….

Champ konnte trotzdem seinen Mund nicht halten und hat immer wieder irgend einen bissigen Kommentar losgelassen. Princess Arm hat trotzdem einige Mal über die Bettdecke und mich gelangt und Champ einen Klaps verpasst und ihre Beine konnte sie auch nicht bei sich behalten. Viel besser war die Situation mit mir in der Mitte also auch nicht : (

wenn einmal alles anders ist - Gedanken - wenn Kinder trotzen

Denn wenn Princess sauer wird, dann ist sie sauer….und bockig….Das Aushalten dieses Trotzes und der Wut fällt mir manchmal schwer, vor allem am Abend, wenn ich gerne hätte, dass es ruhig wird, weil meine eigenen Kräfte immer weniger werden und ich gerne auch mal Feierabend hätte. Aber, gibt es nicht noch einen anderen Weg als das Aushalten? Ich konnte es in diesen drei Tagen nämlich nicht immer nur aushalten, ich habe geschimpft, aber geholfen hat auch das nichts. Ich habe es mit in Ruhe kuscheln versucht, aber geholfen hat auch das nicht. Ich habe es mit einem warmen Kakao versucht, aber geholfen hat auch das nichts. Ich habe es mit 5 Minuten Auszeit probiert, aber geholfen hat auch das nicht.

Letzten Endes sind sie erst eingeschlafen als sie selber keine Kraft mehr hatten, gegen den Schlaf (oder gegen mich??????) zu kämpfen.

Aber wie gestaltet man diesen Weg bis die Kräfte nachlassen für sich selber und für die Kinder angenehm, oder sollte ich besser sagen ertragbar? Habt Ihr Lösungen für Euch gefunden, was macht Ihr? Wie schafft Ihr es, geduldig zu bleiben? Bleibt einem wirklich nur das Aushalten?

wenn einmal alles anders ist - Gedanken - wenn Kinder trotzen

Eure,

PS.: Falls Ihr hier noch nicht so lange mitlesen solltet, schaut doch auch einmal hier, oder hier oder hier rein : )


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