Oh Du liebe Müdigkeit….

Manchmal denke ich, als Mama ist sie ein ständiger Begleiter, die Müdigkeit.

Am Anfang ist sie da, weil man bedingt durch die Trinkzeiten des Babys nur etwa 3-4 Stunden Schlaf am Stück bekommt. Sie ist da, weil man immer präsent ist, egal ob es einem gut geht oder nicht, egal ob man krank ist oder nicht.

Und selbst wenn man versucht, immer dann zu schlafen, wenn das Baby schläft – aber das gelingt einem auch mit guten Vorsätzen nicht, denn irgendwie muss ja der Haushalt und alles andere erledigt werden –  ist es trotzdem nicht genug, weil man nie mehr Zeit, als von der einen bis zur anderen Trinkzeit am Stück schlafen kann. Und so kommt man nachts erst gar nicht in die Tiefschlafphase, die aber für den Körper so wichtig ist. Denn der Schlaf gliedert sich ja in: Einschlafphase, leichter Schlaf, Tiefschlafphasen, REM (rapid eye movement = kurz vor dem Aufwachen) Schlaf und erst in der Tiefschlafphase findet die eigentliche, körperliche Erholung statt. Diese verkürzte oder fehlende Tiefschlafphase ist es, was einem zu schaffen macht, denn der Körper kann sich nicht komplett erholen.

Sie hat viele Facetten und Gesichter diese Mama-Müdigkeit. Am Anfang, mit Baby und Stillen etc ist es eine vergessliche Müdigkeit. Alles, was man sich nicht aufschreibt, vergisst man. Später ist es dann die Art Müdigkeit, bei der einem beim gute Nacht Geschichte Vorlesen selber die Augen zufallen wollen. Irgendwann ist es eine erschöpfende Müdigkeit oder eine nicht effiziente Müdigkeit.

Manchmal lähmt sie, manchmal blockiert sie, meistens stört sie.

Und obwohl wir die Baby -und Kleinkindzeit überwunden haben und nicht mehr nur von Trinkzeit zu Trinkzeit schlafen können, ist sie oft immer noch da und bei mir die Müdigkeit. Nun ist sie zu einer Art normalen Müdigkeit geworden, die auch nicht jeden Tag gleich viel und gleich stark ist.

Ein Einschlafproblem habe ich nicht, ich wache auch nicht nachts von alleine auf und kann nicht mehr einschlafen, nichts von all dem: Wenn man mich läßt, dann schlafe ich ganz normal.

Ich bin müde, weil es seit etwa 6 Monaten kaum mehr eine Nacht mehr gegeben hat, in der ich ganz durchschlafen konnte. Champ wacht fast jede Nacht auf, manchmal ist es nur, dass er zur Toilette muss – und das tut er nachts prinzipiell unter gar keinen Umständen alleine – oder aber er hat schlecht geträumt und wird wach oder er wacht einfach so auf und hat Angst. Champ hat Angst im Dunkeln, Angst vor der Dunkelheit.

Und so habe ich letztlich immer die Wahl:

Gefühlte 20-mal in der Nacht aufstehen, falls Champ mit oder wegen Angst aufwacht, weil er immer und immer wieder ruft, (d.h. ich kriege nicht die Chance wieder wirklich einzuschlafen, denn jedesmal, wenn ich gerade einschlafe, ruft er wieder)

oder

Ich nehme Champ mit in unser Bett und lasse ihn zwischen uns schlafen. Dann schläft er zwar innerhalb von 5 Minuten wieder ein, aber mir tut am nächsten Morgen entweder der Nacken oder der Rücken weh, weil ich wegen Platzmangel nicht richtig liegen konnte und nicht gut geschlafen habe.

Beides keine besonders gute Lösung für mich – ich suche immer noch nach einem dritten Weg…obwohl es trotzdem schön ist, wenn Champ direkt neben mir liegt und selig schnarcht, vor allem dann, wenn ich am Abend vorher „Collateral Beauty“ geguckt habe, dann bin ich einfach nur froh, ihn da bei mir zu spüren und zu wissen, dass er da ist.

Naja, vielleicht wird es ja auch besser, letzte Nacht ist er nicht aufgewacht und eine Nacht, in der ich wirklich gefühlte 20-mal aufgestanden bin, ist auch schon eine ganze Weile her ; )

Aber trotzdem würde ich gerne einmal; so wie Princess das tut, eine ganze Nacht komplett durchschlafen.

Wie ist das bei Euch mit der Müdigkeit? Kennt Ihr die auch, hat sie auch bei Euch verschiedene Gesichter?

Eure,

PS: Alle Fotos in diesem Post sind von Champ gemacht : ) Außer natürlich, dem wo er schläft….