Diwali und St. Martin


Diwali, das indische Lichterfest war am 30. Oktober. Leider komme ich erst jetzt dazu, darüber zu schreiben und Euch davon zu erzählen. Und weil ich immer finde, es passt zusammen, da es auch eine Art Lichterfest ist, integriere ich hier auch unser St. Martins Fest. So wird dann der Post zu einem „where east meets west“-Beitrag sozusagen jedenfalls.

In diesem Jahr hatten wir zum ersten Mal einen Gast an Diwali und das war unsere weltbeste Nachbarin. Sie hat alles mit gemacht und auch mit uns indisch gegessen und es war schön, so wie es war.

Diwali, was ja in Nordindien eine ganze Woche, bzw. wenn man es genau nimmt noch länger feiert wird (die genauen Details könnt Ihr hier nachlesen:https://de.wikipedia.org/wiki/Diwali )und bei dem man Sitas aus Ravanas Händen in Lanka feiert, wird bei uns so gefeiert:

Meist fällt es leider auf einen Arbeitstag, so dass wir immer erst warten bis Daddy Cool auch endlich zuhause ist. Das ist aber auch nicht so tragisch, weil die eigentliche Feier, genau wie bei unserem Weihnachtsfest, auch erst am Abend statt findet.

Wir versuchen, es immer hinzukriegen, dass wir alle zu diesem Anlass ein indisches Outfit tragen.

Alles beginnt mit der sogenannten Sri Ganesha Pujah (diese Gottheit steht für Wohlstand) und der Lakshmi-Pujah (diese Göttin steht für Reichtum). Hierzu werden benötigt: Das Bild der Gottheiten, ein Tali (Teller) mit Obst, Reis, Wasser, rotem Puder, verschiedene Gewürze, Honig, Kandiszucker, Räucherstäbchen, rotes Fadenband für das Band am Handgelenk, ein Glöckchen. Daddy Cool zündet alle Räucherstäbchen und Kerzen an und wir beten gemeinsam, was bei uns meist in mehreren Sprachen und Religionen stattfindet – ist immer Deutsch, Englisch, Hindi und katholisch, hinduistisch, aber es funktioniert. Auf diese Weise verstehen die Kinder alles und haben einen Bezug zu allem.

Danach wird das rote Bändchen bei jedem um das Handgelenk gebunden und es werden Kerzen zu den Hauseingängen gebracht. Da es bei uns eine Haustür und eine Terrassentür gibt, haben wir zu beiden ein Licht gebracht. Das an der Haustür habe ich plaziert und dann durfte jedes Kind eine Teelichtkerze nach draußen auf die Terasse tragen und dort abstellen. Darüber war Princess so stolz, dass sie das alleine machen durfte, so wie der große Bruder!

So und hier sind nun ein paar Impressionen von unserer Feier:

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Nach der Pujah ist es dann endlich Zeit für die Geschenke der Kinder. Champ hat ein Knobel-und Übungsheft für Mathe bekommen und Princess einen Loop-Schal und beide zusammen haben die DVD des Zeichentrickkinderfilms zu Keinohrhase und Zweiohrküken bekommen. Diese DVD ist seither ein Hit bei Princess, sie liebt das Küken heiss und innig und will nun auch fliegen lernen.

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Und nachdem dann alle Geschenke eingehend begutachtet und ausprobiert wurden, geht es endlich an den Tisch zum Essen.

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Und hier nun ein paar kleine Impressionen von unserem St. Martins Fest:

Beim St. Martins Umzug und beim anschließenden Martinsfeuer und Essen in unserem Kindergarten

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Ich kenne die Tradition eigentlich nur so, dass es an St. Martin einen Weckmann für jedes Kind gibt. Den bekommt man vom St. Martin mit einer Tüte mit Süßigkeiten, Manderinen und Nüssen. Zumindest war das für mich als Kind immer so und ist so bei uns in NRW Tradition.

In der deutschen Schule in Abu Dhabi lernte ich dann die Tradition, Brezel statt Weckmann und keine Tüte mit Süssigkeiten kennen.

Und hier gibt es traditionell nach dem Martinsfeuer in unserem Kindergarten Waffeln und hot dogs, sowie Glühwein und Kinderpunsch. Und auch das schmeckt!

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Wie war Euer St. Martins Fest? Was gibt es bei Euch?

 

Eure,

kate

 

Beim St. Martins Umzug und beim anschließenden Martinsfeuer und Essen in unserem Kindergarten.