Kann man Mamas kategorisieren?


 

Es gibt viele verschiedene Arten von Stiften. Es gibt Holzstifte, Filzstifte, Wachsmalstifte, Kreiden und und und… Alle Stifte lassen sich einer bestimmten Kategorie zuordnen, weil sie nun mal von ihrer Beschaffenheit, ihren Merkmalen, ihrer Funktion, ihrer Konsistenz eindeutig zu der einen oder der anderen Gruppe gehören.

Ist das eigentlich mit Mamas genauso? Lassen auch Mamas sich „einordnen in Kategorien“? Gibt es bestimmte „Sorten von Mamas?“

An manchen Tagen habe ich tatsächlich das Gefühl: Das geht, man kann sie einordnen die Mamas – es scheint jedenfalls so.

Da gibt es:

  • Die „Ich schaffe alles und habe alles unter Kontrolle“- Mama
  • Die „Nase hoch, ich grüße nicht jeden“ Mama
  • Die „Öko – alles Bio Mama“
  • Die „Perfect Mom, nein so was passiert mir nicht, mein Kind macht sowas nicht“
  • Die „Ich weiß alles besser Nerv“ Mama
  • Die „trendy Mom“
  • Die „Mein Kind muss in mein Leben passen“ Mama
  • Die „Schlabber look“ Mama
  • Die „Übervorsichtige, nein das ist zu gefährlich“ Mama
  • Die „alle Kinder fahren Laufrad, also muss mein Kind das auch können “ Mama
  • Die „Mein Kind kann das schon Angeber“ Mama
  • Die Sportler-Mama

Das sind nur einige der „Kategorien“, die mir im Laufe der Zeit einmal durch den Kopf gingen. Manche von ihnen „liebe“ ich ganz besonders, wie z.B. die „Perfect Mom“, die „Nerv Mama“, die „Angeber Mama“. Aber am „liebsten liebe“ ich die „ich grüße nicht jeden Mama“, denn nach so viel Grübeln über alles und mir immer wieder sagen „Gelassenheit, Kate“, rege ich mich trotzdem immer mal wieder über diese „Spezies“ auf.

Aber ist es eigentlich wirklich so? Kann man Mamas in bestimmte Schubladen stecken und mit Überschriften versehen? Kann man sie so klar und eindeutig zuordnen? Hat nicht jede Mama auch trotzdem etwas von einer anderen Kategorie in sich? Oder anders gesagt, ist nicht jede Mama eine Mischung aus allen möglichen Kategorien in verschiedenem Maße?

Oder ist vielleicht alles noch anders und jede Mama ist zusätzlich auch noch wandelbar und anpassungsfähig und kann heute anders sein, als vielleicht in einem Jahr?

So wie man den Nagellack wechselt, könnte man ja auch seine „Mama-Zuordnung“ wechseln.

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Aber das sind nun wohl zwei verschiedene Paar Schuh.

Denn zum einen ist da, die eigene Identität, das sich Selber zuordnen zu einer bestimmten Kategorie oder Richtung. Also das „wie sehe ich mich“.

Und dann ist da das „wie sehen andere mich, wie wirke ich?“

Oft sind diese beiden Seiten vielleicht gar nicht identisch. Vielleicht ist eine „Perfect Mom“ oder „Angeber Mama“ gar nicht so perfekt und angeberisch beim genaueren Hinsehen und vielleicht sieht sie sich selber ganz anders.

Sind es nicht die Lebenssituation, die Umstände unter oder mit denen wir leben, die Erfahrungen, die wir im Laufe der Zeit machen, die uns prägen und zu dem machen, was wir sind?  Sind es nicht auch alles Entscheidungen, die wir treffen müssen?

Man muss sich zu allen möglichen Themen positionieren: Impfe ich mein Kind oder nicht, taufe ich mein Kind oder nicht, geht mein Kind in die Kita oder nicht, trägt meine Tochter schon als Kleinkind Ohrringe oder  nicht, schule ich mein Kind früher ein oder nicht, darf mein Kind Süßigkeiten essen oder nicht, erlaube ich meinem Kind den Zugang zur Medienwelt oder nicht, fährt mein Kind mit dem Bus zur Schule oder bringe ich es zur Schule, welche Kleidung trägt mein Kind, wie wichtig sind mir Sprache und Umgangston, lese ich meinem Kind vor oder nicht, lasse ich mein Kind selbständig Entscheidungen treffen oder nicht…..

Oft gibt es aber vielleicht keine klare Entscheidung für den einen oder anderen Weg, weil es vielleicht noch einen dritten gibt.

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Denn es gibt ja schließlich außer den verschiedenen Arten von Stiften, die alle unterschiedlich malen/schreiben, selbst wenn man die gleiche Farbe als solche benutzt, auch noch die Farben, die mit dem Pinsel aufgetragen werden….

So ist es dann wohl auch mit den Mamas: Eine jede muss ihre Entscheidungen treffen, ihren Weg gehen und das sollte man ihr auch zugestehen ohne sie zu-und einzuordnen. Und oft gibt es vielleicht sogar diesen dritten Weg „der Farben mit Pinsel“ und man muss nur einmal genauer hinsehen, um die Facetten zu erkennen, dass da vielleicht mehr ist, als eine bestimmte Kategorie.

Könnte es nicht Kommunikation, das „einfach doch einmal mit der „Perfetct Mom“ reden“ sein, was Schubladen auflöst, Brücken baut und Barrieren abbaut?

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Aber die „ich grüße nicht jeden Mama“ nervt mich immer noch 😉

Wie denkt Ihr über „Mamas-Kategorien“, gibt es sie? Habt Ihr sie auch erfahren, wie geht Ihr damit um? Wie geht es Euch damit?

Eure,

kate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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