Du sagst….

 

Du sagst, ich bin ein Party-Pooper, aber wer verhindert dann Unfälle, wenn Du wieder einmal auf der Kante vom Sofa hängst?

Du sagst, ich bin blöd, aber wer erklärt Dir dann alles, auch wenn ich es selber nicht verstehe oder es ein Thema ist, das mich eigentlich gar nicht interessiert?

Du sagst, ich bin unfair, aber wer will schon den undankbaren „Geschwister-Schiedsrichter-Job“ machen, ohne sich zu beschweren?

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Du sagst, ich helfe Dir nicht, aber wer zeigt Dir auch zum fünften Mal und nach einem Wutanfall, wie man eine auf links gedrehte Hose wieder auf rechts dreht. Oder wer ist es, der Dir hilft schnell – keine Toilette weit und breit in Sicht – ein Plätzchen zwischen zwei großen Mülltonnen in der city zu finden, wo Du unbemerkt einmal schnell pieseln kannst?

Du sagst, ich denke nicht an Dich, aber wer ist es dann, der immer an Dich denkt und alle möglichen Sticker, Hefte etc. sammelt und sich bei allem fragt „wäre das nicht was für Champ?“ ?

Du sagst, ich erlaube Dir gar nichts und Du darfst gar nichts haben, aber wer kümmert sich dann um Deine Wunschlisten, die kleinen Überraschungen hier und da,  und wie kommt es, dass Du trotzdem alles hast, was Du Dir so sehr gewünscht hast?

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Du sagst, ich denke immer nur an mich und kaufe nur das, was ich mag, aber wie kommt es dann, dass ich fast nie das koche, wozu ich gerade Lust habe?

Du sagst, wieso darf meine Schwester immer mehr als ich, aber wie kommt es, dass immer Du es bist, der mit Daddy Cool & mir länger aufbleiben darf, der mit Mama & Papa nach einem „day in the city“ im Café essen gehen darf oder der fast jede Nacht irgendwann, irgendwie in unserem Bett landet?

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Champ, ich liebe Dich mehr als Du je verstehen, merken und glauben wirst! Und Du bist immer, jede Minute, jede Sekunde in meinen Gedanken! Bei allem, was ich sehe, denke ich „oh, das wäre etwas für Champ, das könnte Champ gebrauchen, das passt zu Champ“.  Ich mache mir Sorgen, geht es ihm gut in der Schule, hat er Spaß, kommt er mit, hat er Freunde, fühlt er sich alleine, wird er gerecht und fair behandelt, wird seine Integrität geachtet, wird er mit seiner Angst fertig? Ich frage mich, habe ich alles, was ich tun konnte, getan, habe ich alles richtig gemacht, helfe ich Dir, fühlst Du Dich verstanden und geborgen?

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Champ, ich bin Deine Mama und werde es immer sein und bleiben und ich werde immer für Dich da sein, egal was kommt!

Du bist ich und ich bin Du! Und ja, Du kannst mich wahnsinnig machen und bis an meine Grenzen bringen, aber ohne Dich würde ich wahnsinnig werden!

Champ, ich liebe Dich bis zur Sonne und zum Mond und wieder zurück J

Geht es Euch auch manchmal ähnlich????

Eure,

kate

 


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4 Gedanken zu “Du sagst….

  1. Ich bin noch nicht lange Mutter und ich hatte diese Rolle nicht fest in meinem Lebensplan verankert, was verschiedene Gründe hatte und mein Leben mit anderen Prioritäten versorgt hat. Aber mit dem Moment als Gott es für uns bestimmt hat Eltern zu werden wurde ich Mutter. Ich fühlte eine tiefe Verbundenheit zu etwas das noch keine feste Gestalt hatte aber es war eine neue Art von Liebe, bedingungslos, unvoreingenommen und intensiv. Und seitdem ich meine Tochter im Arm halte verstehe ich diesen Post so gut. Ich möchte gerne jeden ihrer Bauchkrämpfe für sie ertragen, jede kleine Träne trocknen eh sie fließt und jede Sorgenfalte von ihrer Stirn streicheln und in ein Lächeln wandeln.

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