Die Sache mit der Mutterliebe….

Mutterliebe - Geschwister - MamaherzDie Sache mit der Mutterliebe.... / This things about mother's love...I www.cocktail-kids-mom.com

Das mit der Mutterliebe ist ja so eine Sache. Sie funktioniert nämlich in beide Richtungen. Zum einen macht sie einen als Mama stark, sie verleiht sozusagen Extra-Kräfte. Man schafft es, obwohl man vielleicht schon die vierte oder fünfte Nacht nicht richtig schlafen konnte, alle Arbeit zuhause und im Büro abzuarbeiten und noch dazu den halben Nachmittag mit Vorlesen oder Basteln zu verbringen. Sie macht einen stolz und glücklich. Denn wenn Princess plötzlich angelaufen kommt und ruft: „Mama, ich lieb‘ Dich“ oder Champ sagt: „Mama, ich bin so froh dass der Papa genau dich geheiratet hat, denn sonst hätte ich ja eine andere Mama“  (dass auch er dann ein ganz anderes Kind wäre, hatte er zwar nicht bedacht, aber egal…) – dann sind das Glücks-und Zufriedenheitsmomente. Manchmal macht diese Mutterliebe einen auch ein stückweit zu einer Löwen-Mama. Denn man will verflixt nochmal nicht, dass irgendjemand, oder irgendeine Situation bei seinem Kind irgend eine Art von Schaden anrichtet.

Das ist sozusagen grob gesagt die Mama-Seite der Mutterliebe, aber sie funktioniert ja auch noch in die andere Richtung.

Mutterliebe - das Mamaherz

Mutterliebe - das Mama-seinMutterliebe - Mama-Herz - Geschwister

Sie ist die Basis auf der unsere Kinder (genau, wie wir alle) groß werden. Sie hilft den Kindern ihr Selbstwertgefühl aufzubauen und zu stärken. Sie ist Motivation, sie ist Tröster, sie ist Lehrer, sie ist Krankenschwester und außerdem noch Zuhörer, Show-Master, Spielpartner und Vieles mehr. Sie hält aus und sie fängt auf. Die Mutterliebe ist so eine Art Alles-Könner. Und sie tut so gut.

All das ging mir heute durch den Sinn, als ich spontan zusammen mit Champ in meinem Buch „Die Phantasie der Schildkröte“ gelesen habe. Denn an dieser Stelle im Buch ging es gerade darum, dass Edith (die Ich-Erzählerin) erklärt, sie möchte ihre Mutter eigentlich nicht mehr treffen, weil diese immer an ihr herum nörgelt und kritisiert, aber dennoch trifft sie ihre Mutter regelmäßig. Auf die Frage, wieso sie sich denn trotzdem immer noch mit ihr treffe, antwortet Edith, dass sie immer noch die Hoffnung, hat, die Mutter würde einmal etwas Positives, etwas Aufbauendes zu Ihr sagen. Man bedenke Edith ist Mitte vierzig! Das zeigt dann wohl wieviel Mutterliebe bewirken kann, wieviel Kraft sie hat bzw. welcher Schaden entsteht, wenn sie fehlt.

Was ist es also mit der Mutterliebe?

Sie ist das Fundament auf dem wir alle leben. Sie macht uns zu einem ganz großen Teil zu dem, was wir sind. Sie formt und beeinflußt uns in diese oder jene Richtung. Und in irgendeiner Weise geben wir sie meist indirekt so weiter, wie wir sie erfahren haben, oder aber im Extremfall versuchen wir ganz anders zu sein, weil sie uns selber gefehlt hat die Mutterliebe, diese tiefe Geborgenheit.

Ich glaube übrigens, es heißt zwar Mutterliebe, aber das Ganze funktioniert auch für und mit Papas ; ) Es ist bloß traditionell und biologisch so, dass ein Baby und später dann Kind meist mehr Zeit mit der Mutter verbringt und dadurch die Bindung und Beziehung vielleicht nochmal eine etwas Andere ist.

Als ich mir meinen quirligen Champ so angucke, denke mir: Auch wenn Princess mich manchmal beim Einkaufen im Supermarkt auf die Palme bringen kann („Mama, ich geh noch grade Gummibären holen“ oder „Mama, ich geh‘ schonmal vor“), auch wenn es mir in der Kirche manchmal so vorkommt, als wenn nur meine Kinder quatschen und meinen sie müssten mal in der Bank hin und herumstolzieren, auch wenn ich in der Umkleidekabine im Hallenbad manchmal explodieren könnte, weil Champ und Princess sich streiten, dass die Fetzen fliegen, auch wenn ich es hasse, wenn ich mich an den gedeckten Tisch setze und erst mal ein „bä, mag ich nicht“ höre, auch wenn mir jemand dauernd meine Paprika vom Teller wegfuttert oder meine sundried tomatoes klaut, auch wenn mir Princess mal wieder das Lesezeichen aus dem Buch gezupft hat, auch wenn Champ es schafft, mit unbemerkt die Miene einer meiner besten Stifte leer zu schreiben: Ich liebe sie trotzdem alle beide ohne Ende, diese meine, kleinen, verrückten, quitschlebendigen Persönchen mit ihren ganz eigenen Persönlichkeiten! Und ich liebe diese, unsere Familie und bin dankbar, dass ich sie habe, denn dann habe ich alles, was ich brauche : )

Wir sind manchmal ein bißchen verrückt, wir haben unseren eigenen Stiel und unseren eigenen Rhythmus, wir sind ein buntes Gemisch und das ist gut, genau so wie es ist.

Eure,

PS.: Falls Ihr hier noch nicht so lange mitlesen solltet, schaut doch einmal hier, oder hier, oder hier rein : )

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