Darf ich vorstellen: Maharani Prinzessin Mary und Gedanken zum Thema „was ist wichtig für uns Erwachsene & was ist unseren Kindern wichtig?


Heute war Karneval in der Kindergartengruppe von Princess! Also sind wir früh aufgestanden, um alles zu richten, zu stylen, zu organisieren 😉

Princess wachte wie immer gut gelaunt auf. Allerdings waren es Champ und ich, die sie an Karneval und die Feier erinnerten. Sie selber schien das alles relativ „kalt“ zu lassen, sie wollte lieber erstmal Kakao und Brot mit Butter frühstücken, als sich fertig zu machen. Danach kam sie dann so langsam in Stimmung.

Note to myself: Ihr ist das Ganze ziemlich egal, sie macht das, wozu sie gerade Lust hat, das was für sie gerade am wichtigsten ist. Sie läßt sich nicht wegen einer Feier, die sie sich ja vielleicht nichtmal vorstellen kann, da sie sie noch nie miterlebt hat, aus der Ruhe bringen und verrückt machen. Sie kennt Karneval nicht und daher gilt: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!  Bewundernswerte Gelassenheit, die ich selber mir für ich wünsche.

Mit so viel Geschmeide dauerte die morgendliche Routine etwas länger als üblich… Und beim Anlegen vom Geschmeide beschlich mich schon so ein komisches Gefühl, so eine Vorahnung von „na wenn das mal gut geht!“.

Note to myself: Nun ist sie einfach nur happy, dass sie eine Kette und Armbänder hat. Die Feier ist ihr egal, sie ist glücklich, Schmuck tragen zu dürfen.

Fertig ausstaffiert sind wir gestartet (Krone und Schleier habe ich allerdings in meiner Handtasche mitgenommen, denn wir mußten die Mütze ja noch anziehen), erst zur Schule, denn Champ hatte heute ganz normal Unterricht – seine Feier ist erst am Dienstag. Und dann sind wir zum Kindergarten gefahren. Unterwegs passierte das, was ich hatte kommen sehen: Princess hatte versucht, unter der Jacke die Kette zu finden und herauszufischen und dabei zu feste daran gezogen: Die Kette riss und einige Perlen kullerten auf den Boden, bzw. fielen in den Buggy. Und na klar: Princess war untröstlich und weinte lautstark.

Note to myself: Nun ist sie wirklich traurig, nicht weil ihr Kostüm beim Ankommen im Kindergarten vielleicht nicht mehr perfekt wäre, sondern weil ihre Kette, über die sie sich so sehr gefreut hatte, kaputt war. Und diese Kette ist nun das Wichtigste für sie – ihr ist egal, ob wir zu spät im Kindergarten ankommen. 

Ich habe kurzerhand die Kette genommen und sie so wie sie war, mit den fehlenden Perlen wieder zusammen geknotet. So hatte Princess eine Kette und wir konnten weiterfahren. Sie hat alle Perlen im Buggy eingesammelt und bis zum Kindergarten in ihrer Hand gehalten.

Im Kindergarten angekommen wurden die letzten Requisiten angebracht und fertig war:

Maharani Princess Mary

Da war sie nun meine Princess in ihrem Königreich „Kindergarten“: Mitten im Geschehen.

Auf dem Weg nach Hause habe ich den Morgen noch einmal Revue passieren lassen und mir wurde klar:

Wir Erwachsenen wollen ja immer, dass alles perfekt ist, das Kostüm, soll schön aussehen und komplett sein, alles soll richtig sitzen und und und Man setzt sich selber und das Kind unter Druck, weil man es schaffen will.

Aber den Kindern ist das alles egal, es muss nicht perfekt sein. Sie haben ihren eigenen Kopf und das ist auch gut so, denn meistens wissen sie ganz genau, was sie brauchen und was nicht.

Dann habe ich gedacht: Nun ist’s auch egal, ob etwas kaputt geht, oder fehlt, wenn ich sie wieder abhole. Hauptsache, sie hat nun ihre Kette und die Armbänder und Hauptsache, sie hat Spaß bei allem, was sie macht.

Übrigens: Nichts ging verloren und nichts Weiteres ging kaputt ; )

Und wie war Euer Karneval bisher?

Eure,

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4 Kommentare

  1. Hi,

    der Weg zum Kindergarten war also recht spannend, weil der Wunsch der Mutter nach möglichst perfektem Outfit für ihre Prinzessin mit den eigenen Vorstellungen des kleinen Persönchens vom Umgang mit Kostüm und Schmuck doch nicht so einfach in Einklang zu bringen waren.
    Der weitere Verlauf des Tages hat gezeigt, es ist manchmal besser, die Pläne aus der Welt der Erachsenen den Bedürfnissen der Kleinen anzupassen.
    Dann haben beide Seiten mehr von der Sache. Das kleine Persönchen lernt, was es heißt, Karneval zu feiern. Die ersten Schritte in diese neue Erlebniswelt gestaltet sie unbewusst in kleinen Schritten nach ihrer eigenen Wahrnehmung.
    Ich finde, das hat am Ende ganz gut geklappt. Alles andere hätte leicht ins Chaos führen können. Vielleicht denkt die kleine Prinzessin später im Zusammenhang mit Karneval immer wieder an ihre schöne Kette, die den ganzen Trubel doch heil überstanden hatte.

    • Das kann gut sein, denn manchmal sind es ja wirklich kleine scheinbar unbedeutende Sachen, die einem aus der Kindheit in Erinnerung bleiben, die aber eben damals, zu dem Moment, wichtig und prägend waren : )

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