Was braucht ein Baby eigentlich wirklich? Oder „Gedanken unter der Dusche“


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Dieses Foto schickte mir heute in der Früh der Mann meiner Freundin. Da wußte ich, dass soweit ist, dass unsere Mami-Box zum Einsatz kam und dass meine Freundin nun mit ihrer kleinen Tochter auf der Reise in die Welt ist.

Auf dem Foto ist die Kerze aus unserer Mami-Box für das Blessingway, also mein Zeichen, nun auch die gleiche Kerze hier anzuzünden und in Gedanken dabei zu sein.

Ich habe dieses Foto zurückgeschickt und wir alle vier werden nun den ganzen Tag lang mitfiebern!

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Und nach ein paar Stunden dieses:

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Als ich, nachdem ich die Kerze angezündet hatte, ins Bad ging, kamen mir unter der Dusche folgende Gedanken:

Was braucht ein Baby eigentlich wirklich, wenn es in der Welt angekommen ist?

Denn vor Kurzem hatte ich gelesen, dass in Finnland jede Mama zur Geburt ihres Babys (und das wurde schon 1938 eingeführt!) vom Staat eine Babybox geschenkt bekommt. Die ist Box ausreichend groß und mit einer Matratze ausgestattet, so dass das Baby auch darin schlafen kann. Die Box enthält weiterhin alles, was eine Mama für die erste Zeit mit Baby braucht.

Hier könnt Ihr über die finnische Mama-Box nachlesen:

www.brigitte.de/…/hei-baby—ein-paket-fuer-jede-finnische-mutter–das-wollen-wir-auc…

Nach der Dusche haben Champ und ich uns die finnische Box noch einmal angesehen. Dann haben wir, nachdem wir ja nun schon eine Mami-Box kreiert hatten, versucht eine Babybox zusammenzustellen.

Diese Box ist nun meiner Freundin, Princess Patentante, gewidmet.

Champ und ich haben festgestellt, es ist gar nicht so viel, was „wirklich“ benötigt wird!

Hier unsere individuelle, ganz persönliche BabyBox (diese Gedanken hätte ich mir vielleicht ein bisschen früher machen sollen, als erst heute, an dem Tag, an dem das Baby geboren wurde):

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Das ist alles auf einen Blick, bloß dass wir nun so ganz spontan keine schöne und ausreichend große und stabile Box mitsamt Babymatratze zur Verfügung hatten.

Hier alles im Details:

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Zur Baby Pflege und beim Schlafen:

  • 2-3 Handtücher mit Kapuze
  • 1 abgerundete Nagelschere
  • 1 Thermometer
  • Windeln (wir haben uns gegen Stoffwindeln und für Einwegwindeln entschieden. Für diese Entscheidung sprachen für uns verschiedene Gründe, hierzu und zum Stillen kommt nochmal ein gesonderter Blogpost. Ist aber eine Einstellungs-und Entscheidungssache)
  • „Popo-Creme“ (wir empfehlen Weleda Calendulacreme für den Windelbereich oder Pasta zinci mollis aus der Apotheke)
  • Linola Hautmilch um Baby Haut einzucremen
  • Das Pflegebad Calendula von Bübchen haben wir des öfteren benutzt, es geht aber auch einfach nur mit warmem Wasser
  • 1 Schlafsack für jede Saison (Sommer & Winter) mit Knöpfen oben und Reißverschluss an der Seite oder aber mit Reisverschluss der von oben nach unten geschlossen wird)
  • 2 Trinkfläschchen (eines für Wasser und eines für Milch), theoretisch kann es auch ohne Fläschchen gehen, aber was, wenn man krank wird und nicht stillen kann, oder nicht genug Milch hat oder das Kind mehr Flüssigkeit braucht? Champ und Princess haben beide ab der ersten Woche zusätzlich zum Stillen, Wasser aus dem Fläschchen bekommen. Zum einen um sie für einen Notfall an das Fläschchen zu gewöhnen und zum anderen weil beide zum Sommer hin geboren wurden und es teilweise sehr heiß war (vor allem als wir in den Emiraten und Indien waren) und die kleinen Körper mehr Flüssigkeit brauchten.
  • eine kleine Kinderwärmflasche oder ein Traubenkernkissen, wärmt an kalten Tagen und hilft bei „Aua-Bauch“.

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Für’s Baby zum anziehen:

  • 10 Bodies (weniger tun’s vielleicht auch, wir waschen, um Wasser und Strom zu sparen, nicht täglich und so war es einfacher für mich ausreichend Bodies zu haben)
  • 2-4 warme Söckchen, die nicht dauern von den Füßchen rutschen (unsere waren selbstgestrickt von meiner Großtante und das fand ich total süß)
  • 1-2 Käppchen mit langen Bändern für’s Köpfchen (unseres haben wir vom Krankenhaus bekommen)
  • ein warmes, weiches Jäckchen zum Überziehen
  • 2-4 bequeme Pyjamas (wieder für Sommer bzw. Winter)
  • 3-4 Strampler
  • 1-2 bequeme, weiche Höschen mit weichem, elastischen Bund
  • 4-6 shirts/Pullöverchen

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Und hier ein paar kleine Anregungen für’s Baby zum Wohlfühlen und Kuscheln:

  • 5-10 Sanitas –oder Spucktücher (die haben wir zum einen auch wirklich als Spuck-und Schlabbertücher gebraucht, obwohl unsere beiden nicht wirklich gespuckt haben. Und zum anderen wurden diese Tücher bei beiden Kindern zu Schmusetüchern, sogenannten „Tündas“) und so ein Kuscheltuch, meinte Champ, braucht jedes Baby, das ist überlebenswichtig.
  • Bücher zum Vorlesen – klingt vielleicht im ersten Moment ein wenig verrückt, aber ich habe meinen Kindern von der ersten Woche an vorgelesen und beide lieben nun Bücher, Vorlesen und das Lesen allgemein. Das mag nun auch mit meiner Liebe für das geschriebene Wort zusammenhängen, aber ich finde, auch ohne diese Liebe ist das Vorlesen eine schöne Kommunikationsmöglichkeit und ein schönes Medium, um Sprache zu transportieren. Und ich finde das Vorlesen, das Sprechen mit dem Baby gibt dem Baby Geborgenheit und Sicherheit.
  • Dann gehörte bei uns auch dazu: ein Teddy Bär und einen Schnuller haben wir auch gebraucht. Ich denke, das sind aber Dinge, die muss man für sich entscheiden, ob man einen Schnuller möchte oder nicht. Ein Teddy ist für ein Baby wirklich kein Muss, aber unsere haben beide einen. Bei Champ sitzt er nur im Bett, sieht wie neu aus, muss aber dort sitzen. Bei Princess wird er auch benutzt und sie braucht in ihrem Bett mindestens 7-8 Kuscheltiere, das geht nicht anders.
  • Ein Tragetuch, um das Baby am Bauch mit sich zu tragen. Davon habe ich leider kein Foto, da ich das Tuch von meiner Cousine ausgeliehen hatte. Ich glaube, wenn ich es noch einmal zu tun hätte, würde ich mir auch eines kaufen, denn ich finde diese Tücher wirklich bequem, praktisch und sinnvoll.

Alles in allem fand ich es, nostalgisch veranlagt, wie ich bin, aus irgendeinem Grund schön, nicht nur neue Sachen für das Baby zu haben, sondern auch etwas Geliehenes, etwas Geschenktes, etwas Geerbtes.

Aber vor allem braucht ein Baby ganz viel: Liebe, Nähe, Wärme, Kuscheln und, wie ich ja ganz fest glaube, unsere Stimme, denn das ist Zuwendung und deswegen ist für uns das Vorlesen SO wichtig.

So und nun verrate ich Euch noch, was in unserer Babypost für meine Freundin und Baby ist:

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Wir haben eingepackt:

  • Zwei weiche, bequeme, süße Pyjamas für’s Baby
  • ein niedliches Kleidchen für’s Baby
  • Ein Tünda für’s Baby (das ist bei uns ein Kuscheltuch)
  • Zwei kleine Bücher für’s Baby
  • Das Buch „Das Wochenbett“ von Loretta Stern für Mama & Papa

Liebe Grüße!

Eure,

kate