Meilensteintage

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Am Freitag, da wieder so einer, so ein Meilensteintag, ein Meilensteintag im Leben unserer kleinen Entdeckerin.

Komisch, dass ich diese Art von Tagen bei unserem Sohn so gar nicht bemerkt habe. Denn es muss sie wohl auch hier gegeben haben, schließlich gab es ja die “Meilensteine” an sich, halt nur nicht die “Tage”.

Das lag vermutlich daran, dass bei unserem Sohn die Übergänge fließender waren und man die Entwicklung, also den Weg an sich mitbekommen hat und nicht nur mit dem Ziel konfrontiert wurde.

Er hat uns sozusagen nicht plötzlich überrascht, sondern wir durften teilhaben an seinen Übungen und Versuchen.

Das ist aber bei unserer Princess alles anders! Bei ihr geht es von einem Tag auf den anderen. Plötzlich konnte sie robben, dann stehen, dann krabbeln (das Krabbeln war nicht einmal ein Meilensteintag, das war eine “Meilen-halbe-Stunde!), dann laufen (das Laufenlernen war die einzige Gelegenheit, wo es denn doch Meilensteintage und nicht nur ein Tag waren, aber selbst das hat sie lieber “im Verborgenen” trainiert!).

Ja und letzten Freitag da konnte sie nun plötzlich von einer Minute zur anderen von einer Strohhalmflasche trinken und braucht seither die heißgeliebte, kleine Saugflasche von Philipps Avent nicht mehr (doch schon noch, aber das ist die andere, die für die obligatorische, warme Milch).

Ja und dann ging es am Abend gleich weiter: Da sehe ich plötzlich, wie sie im Wohnzimmer tatsächlich die Kordel vom “Haba-Hinterherzieh-Auto” nimmt und das Ding hinter sich herzieht und zwar vorwärts und rückwärts – hatte bis dato keine Ahnung, dass sie überhaupt rückwärts gehen konnte, schließlich ist sie ja erst 16 Monate!

Seitdem rast sie mit dem Ding oder mit der “Hinterherzieh-Ente” durch die Gegend und ist super stolz, dass sie nun einmal etwas genau so gut kann, wie der große Bruder (und den nervt das ganze nun manchmal – vor allem, wenn er gerade die Sendung mit der Maus schaut, oder Streichelwiese-Musik hört)

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Ja und in solchen Momenten muss ich dann immer noch einmal zurück denken, wie alles bei unserem “kleinen” Champ war.

Und dann wird’s mir immer ganz “komisch” zu Mute, ich werde sentimental und denke “wo ist die Zeit hin, wo ist meine Zeit mit meinem Champ hin?”

Klar, man freut sich immer  über solche “Meilensteintage”, man ist froh, dass man diese oder jene Phase nun “gepackt” hat, man sich gemeinsam schon vieles “errungen” hat, aber trotzdem machen mich “Meilensteintage” auch manchmal ein bißchen wehmütig und traurig. Ich denke dann, an vergangene Tage und wünsche mich manchmal ein ganz klein wenig in diese Zeit zurück, weil da ja alles so schön war. Aber wenn ich dann mal ganz ehrlich zu mir bin, dann gab es zu jeder Zeit schwere Phasen und es lief nicht immer alles nur rund.

Aber das sieht man dann ja dummerweise nicht mehr.

Und so frage ich mich dann an “Meilensteintagen” manchmal “habe ich alles (naja, das kann man wohl kaum, aber vielleicht in Ansätzen ja doch) richtig gemacht, oder hätte ich manches besser oder zumindest anders machen können.

Das dumme ist, daß man das immer erst hinterher weiß…

Wie ist denn das bei Euch mit den “Meilensteintagen”?

 

Eure,

kate